Und Zuma lacht – Boyzie Cekwana über Vätermythen und nackte Könige

Es war eine Meldung aus dem Sommer diesen Jahres, die hierzulande kaum Aufmerksamkeit erregte: die Wasserkrise in Südafrika, die steil ansteigenden Wasserpreise, die offiziellen Notverordnungen und „Water Restrictions“, die das Gartengießen und Autowaschen verboten und jedem nahelegten, weniger zu duschen und sich genau zu überlegen, wie häufig man die Klospülung

#blackbodiesmatter: Warum die Diskussion um schwarze Körperbilder so wichtig ist

Auf dem SPIELART 2017 verfolgen viele Künstler das gleiche Ziel: Sie möchten Vorurteile und kulturelle Identitäten dekonstruieren und mit Stereotypen spielen. Im Fokus steht dabei oft der schwarze Körper. Wahrnehmung ist ja immer so eine Sache. Sie ist persönlich, individuell, abhängig von der eigenen Perspektive, geprägt von Vorurteilen und Stereotypen,

Crashkurs „Südafrikanisches Theater“: Interview mit Jay Pather

Mit der Reihe „Chasing Rainbows“ hat das Spielart Festival dieses Jahr einen Südafrika-Schwerpunkt. Was treibt die dortigen Künstler um? Und was macht sie so interessant für ein Publikum im fernen München? Wir haben Jay Pather gefragt, einen der maßgeblichen Theater- und Performance-Kuratoren Südafrikas. Lieber Jay, was hat es mit dem

VERSION 2020 – Video-Interview mit dem malaysischen Regisseur Mark Teh

Der malaysische Theatermacher, Aktivist und Kurator Mark Teh entwirft mit VERSION 2020 eine poetische und energiegeladene Mischung aus Dokumentation und Fiktion, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Unser blog.spielart traf sich mit dem Künstler und seinem Team – sie verrieten uns Spannendes über ihr Projekt. Hier ist unser Porträt

Von #metoo zur Ägyptischen Revolution von 1919 zum Tahrir und zurück

Laila Soliman recherchiert in ZIG ZIG über sexualisierte Gewalt im britischen Protektorat Ägypten und landet in der #metoo Debatte  Der sogenannte „arabische Frühling“, der in Ägypten mit den Demonstrationen vom  25. Januar 2011 und der anschließenden Besetzung des Tahrir-Platzes verbunden bleibt, gerät allmählich in Vergessenheit. Die Unterdrückungsstrukturen, die Präsident al-Sisi

Reremember The Past

Auf dem SPIELART 2017 ist die südafrikanische Künstlerin Sethembile Msezane gleich mit zwei Performances vertreten: THE CHARTER und EXCERPTS FROM THE PAST. Diese Frau muss unheimlich stark sein, trägt sie doch für gute zwei Stunden die Geschichte Südafrikas auf ihren Schultern, die berühmte Freedom Charter. 1955 wurde sie in einer Siedlung

Tianzhuo Chen, ein Asian Dope Boy?

Einen Pappbecher schwarzen Kaffee in der Hand entschuldigt sich Tianzhuo Chen ganz höflich. Er ist fünf Minuten zu spät. Dann setzt er sich auf das schwarze Ledersofa im düsterroten Backstageraum der Muffathalle. Er trägt eine auffällige goldgelbe runde Brille, eine mächtige gelbe Halskette und einen kunterbunten Jogginganzug. Auffällig und ein

Schiffe versenken und Minen räumen. Der lange Schatten des Falkland-Kriegs.

Was kommt nach den Kriegsspielen? Lola Arias lädt drei argentinische und drei britische Falkland-Veteranen ein, auf der Bühne in sehr persönliche Geschichten und Erinnerungen an Krieg, Trauma und das Leben nach dem Krieg einzutauchen.  Es fängt ja schon bei der Bezeichnung an: Falkland Islands sagen die einen, Islas Malvinas die

Bayerische Geckos und afrikanische Kuhglocken

Das SPIELART-Festivalzentrum ist in diesem Jahr eine Almhütte auf dem Gasteig Forum. Warum? Den beiden Bühnenbildnerinnen Andrea Simeon und Blanka Rádóczy geht es dabei um den Spaß. Eigentlich könnte sich jeder eine Almhütte in den Garten stellen. Ganz einfach im Internet bestellen, Hirschgeweihe, Nostalgiegemälde, Kuhglocken und Blümchenvorhänge aussuchen und von

Der Maji-Maji-Krieg: Interview mit Sophia Stepf

  Wer kennt den Maji Maji-Krieg, einen der größten Kolonialkriege auf dem afrikanischen Kontinent? In Tansania jedes Kind, In Deutschland kaum jemand. Zeit das zu ändern, findet die Regisseurin und Dramaturgin Sophia Stepf. Ihre Lecture „Who is Familiar With the Maji Maji War“ ist Teil von Crossing Oceans, dem Diskurs-

Dorfdisko Talks

Das war’s, Spielart15 ist rum. Ariel Efraim Ashbel & friends haben gestern den letzten Festival-Tag fulminant zuende gebracht, erst mit THE EMPIRE STIKRES BACK: KINGDOM OF THE SYNTHETIC und dann als DJ Dorf Disko + Obstsalat bei der Abschlussparty. So viel ließe sich jetzt noch sagen über diese zwei schwerelosen

Five Months for one Move

  Im Interview erzählt der Performer Hector Thami Manekehla, wie lange er gebraucht hat, um seine Performance „A good place for no tourists nor locals“ einzustudieren, welche Einflüsse von Apartheid in seiner Heimat Johannesburg heute noch spürbar sind und wie wichtig ihm der Ausdruck des Körpers ist. Und mitten in einer Antwort zu seinen Songs