SPIELART 2013

THE PERFECT ALIBI – Liveperformance am Computer

KATHARINA JENTSCH

 

Keine Menschenseele betritt die Bühne. Man sitzt in der Dunkelheit im Schein der flimmernden Projektion eines Filmes auf der Bühne.

Ein leeres Worddokument zu Anfang, das jedoch schließlich beschrieben wird von der Künstlerin Maria Jerez aus Madrid in ihrer Performance THE PERFECT ALIBI. Zu Anfang weiß man nicht, wer sich als Schreiber der Erzählung am Ende entpuppt.

Es ist eine Konversation zwischen offenbar mehreren unsichtbaren Personen, die der eigenen Imagination überlassen bleiben. Der Zuschauer wird mitgenommen auf eine Reise zum Muffatwerk, die cineastisch anmutet und sich durch den geschriebenen Rahmen in unserem Kopf abspielt, so dass wir uns unsere eigenen Protagonisten vorstellen können. Jedoch bleibt ab und an etwas unklar, wer sich nun gerade mit wem unterhält. Untermalt werden die Worte von einer Art Soundtrack, der die Stimmung mit den passenden Geräuschen oder Melodien untermalt. Geschickt nutzt die Künstlerin ab und zu Wortspiele oder „Verschreiber“, um die Situation noch weiter aufzulockern und die Anstrengung, die sich beim Folgen der geschrieben Handlung ergibt, ein wenig von dem Zuschauer zu nehmen.

So kann man festhalten, dass sich die extravagante Idee der Performance von denen, die man gewöhnlich sieht, abhebt, aber es dennoch nicht ganz schafft, den Zuschauer an die Handlung zu binden und ihn zu fesseln. Denn noch einer Weile ist die anfängliche Spannung in den Tiefen der Verfolgungsjagd und den endlosen Gesprächen aufgebraucht und so hätte es sich angeboten, die Performance ein wenig zu kürzen, um diese zu erhalten.

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