Verriss & Vorurteil mit Tilman Broszat

Weil ihm Theater in München zu erwartbar war, hat Tilmann Broszat einst das SPIELART-Festival gegründet und dafür in aller Welt nach unkonventionellen Theatermachenden gesucht. Nach über zwanzig Jahren tritt er nun ab, als einer der die Freie Szene bedeutend nach vorne gebracht hat und dabei erstaunlich bescheiden geblieben ist.

Theater als Therapie

Interview: Kristina Kilian & Julia Weigl Münder wachsen aus Ellbogen, ein Mann verwandelt sich in eine Pagode, eine Biene bringt den Kopf einer Frau zum Explodieren. Ohne Worte kombiniert der chinesische Künstler Dai Chenlian in seinem Theaterstück BIG NOTHING Kindheitserinnerungen mit Geistergeschichten und Legenden – und schafft dadurch eine neue

Ab in die Komfortzone

Interview: Kristina Kilian & Julia Weigl Eigentlich geht es meistens darum, sich aus seiner sogenannten Komfortzone herauszubewegen. Doch die Münchner Bühnenbildnerinnen Valentina Pino Reyes und Martha Pinsker haben den Spieß umgedreht und für das Spielart 2019 eine hölzerne Wohlfühloase auf dem Gasteig-Forum aufgebaut. Vom 25. Oktober bis 10. November lädt

Interview mit Sophie Becker – künstlerische Leitung des SPIELART Festivals

Interview: Kristina Kilian & Julia Weigl Im Zentrum steht der Mensch und dessen persönliche Erfahrungen, über diese Brücken geschlagen werden zu sozialen, politischen, historischen und theoretischen Kontexten. Von individuellen Geschichten hin zu universellen Themen – so könnte man die rote Linie des SPIELART 2019 beschreiben. Die internationalen Künstler*innen erzählen von

„Meinungsfreiheit ist, was Demokratie ausmacht“

Schriftliches Interview: Chris Schinke | Bearbeitung: Julia Weigl Video: Kristina Kilian & Julia Weigl Die Gewöhnliche Robinie wurde immer wieder als Symbol für Ideologien verwendet, so auch in den letzten Jahren. In HUNGARIAN ACACIA gehen die ungarischen Theatermacher Kristóf Kelemen und Bence György Pálinkás der Frage nach, wie ein einfacher

Theaterheimat

Interview: Julia Weigl & Kristina Kilian   Der Schweizer Künstler und Geschichtensammler Mats Staub ist auf dem Spielart 2019 gleich mit zwei Produktionen vertreten. Mit seinen Videoinstallationen “21 – Erinnerungen ans Erwachsenwerden” und “Death and Birth in My Life” erforscht er, wie sich Weltgeschichte in persönlichen Erinnerungen und Gesprächen spiegelt.

Gemeinschaft der Zuhörenden

Interview: Chris Schinke Beim SPIELART Theaterfestival präsentiert der Schweizer Künstler und Geschichtensammler Mats Staub zwei seiner Arbeiten. Der SPIELART Blog sprach vorab mit ihm über Form und Zielsetzung seiner Projekte. Du bringst zum kommenden SPIELART zwei Deiner Videoarbeiten mit. Welche sind das und wovon werden sie handeln? „21 – Erinnerungen

Von wegen glückliche Prinzessinnen: Eisa Jocsons „Princess“ knüpft sich Disneys Happyland vor

Auch die philippinische Choreografin Eisa Jocson möchte mit ihrer Performance PRINCESS stereotype Identitäten auseinandernehmen. Dafür schlüpft sie in die Rolle der zuckersüßen Prinzessin Schneewittchen. Ein kritischer Blick auf die amerikanisierte, globale Vergnügungsindustrie und ihre Konsequenzen auf die philippinische Gesellschaft. Sie dürfen Zebras im KÖNIG DER LÖWEN, Korallen in ARIEL, DIE

MDLSX: postdokumentarisches Theater als „Art of the Outside“

Seit 2005 arbeitet Silvia Calderoni mit dem Künstler*innen-Kollektiv Motus zusammen, das 1991 in Rimini gegründet wurde und bei SPIELART 2015 mit CALIBAN CANNIBAL zu Gast war. Nun steht sie für MDLSX alleine auf der Bühne. Zwischen Club und Traumwelt, in Neonfarben leuchtend möchte MDLSX eine Hymne auf die Freiheit sein.

Making of STEP MEMORIES – THE RETURN OF THE OPPRESSED

Ab heute Abend beleuchtet der südkoreanische Regisseur Hansol Yoon im Einstein Kultur gänzlich unbehandelte Konflikte des Koreakonflikts. Mit STEP MEMORIES – THE RETURN OF THE OPPRESSED offenbart er den schmerzhaften Prozess der Bewältigung kollektiver Traumata und schafft dabei einzigartige Bilder. Wir vom blog.spielart durften uns vorab ein wenig bei den Probenarbeiten

Fünf Fragen an Koleka Putuma

Sie ist gerade mal 24 Jahre alt und schon eine enorm wichtige Stimme in Südafrika. Kaleka Putuma, Poetin und Theatermacherin, eroberte mit ihrem ersten Gedichtband COLLECTIVE AMNESIA die südafrikanische Literaturszene im Sturm. In weniger als fünf Monaten verkauften sich 2000 Exemplare und die Gedichte wurden zum Studieninhalt an südafrikanischen Universitäten.