Dorfdisko Talks

Das war’s, Spielart15 ist rum. Ariel Efraim Ashbel & friends haben gestern den letzten Festival-Tag fulminant zuende gebracht, erst mit THE EMPIRE STIKRES BACK: KINGDOM OF THE SYNTHETIC und dann als DJ Dorf Disko + Obstsalat bei der Abschlussparty. So viel ließe sich jetzt noch sagen über diese zwei schwerelosen

Five Months for one Move

  Im Interview erzählt der Performer Hector Thami Manekehla, wie lange er gebraucht hat, um seine Performance „A good place for no tourists nor locals“ einzustudieren, welche Einflüsse von Apartheid in seiner Heimat Johannesburg heute noch spürbar sind und wie wichtig ihm der Ausdruck des Körpers ist. Und mitten in einer Antwort zu seinen Songs

Marionettentheater

Die Unschuld wirkt immer erst dann verlockend, wenn man sie nicht mehr hat; ein Traum in einem Traum, ebenso schnell vorbei und verloren. Astrit Ismails INNOCENT kreist um Mechaniken des Kleidens und Entkleidens von Körpern, schweift dabei ins Spirituelle und träumt vom Ende der Unschuld. Ich betrete einen dunklen Raum, hier und da

Galgenhumor

Mit seiner Performance-Lecture „Executed Stories“ erzählt Juha Valkeapää eine Kulturgeschichte der Todesstrafe   Ein wenig wie in einem Wohnzimmer fühlt man sich, sitzt man doch bequem auf Sofakissen: Bilder an der Wand, ein Perserteppich in der Mitte der ebenerdigen Bühne, darauf ein Cocktailsessel aus grünem Samt. Auf diesem nimmt Juha

Die Windmühlenzauberer  

  CASSIDY ist Doku-Theater am Rande der Vernunft, mit erstaunlich realen Recherche-Ergebnissen aus der Geschichte des Kalten Kriegs: Es geht um den „Kongress für kulturelle Freiheit“, über den die CIA Festivals, Zeitschriften und Verlage mit Geld versorgte. Der „Kulturkampf“ ist ein kaum bekanntes Thema, weder von Links noch Rechts ausgeschlachtet,

Brecht weiterdenken ODER Agitprop heute Proletenpassion 2015ff von Werk X aus Wien zu Gast bei Spielart

Wie funktioniert Geschichtsschreibung?, fragen sich die Akteure der Proletenpassion zu Beginn des Abends in der Muffathalle. Von oben, es gehe um Kronen und Herrschaft und im Folgenden versucht das schlagkräftige, impulsiv-kämpferische Werk eine Geschichtsschreibung aus Sicht der Arbeiterklasse mit marxistischem Impetus. Von Heinz R. Unger vor über 40 Jahren geschrieben

Alles muss, nichts kann

In der Gegenwart muss man auch erstmal ankommen. „The Erasers“ stellen die Innenseite der Geschichte als Ort des Terrors vor, der theatrale Exzess als manifester ‚Ausnahmezustand‘. Ein Roadtrip durch eine leere Gegenwart, in dem die Bilder stürmen. UROPA/ A ROAD TO KNOWHERE, zum gestrigen Finale von ART IN RESISTANCE, in der Retrospektive.   Die

„Kultur des Schweigens“

  „Bilder von denen, die heute Tränen des Leidens vergießen. Portraits von Menschen, denen man die Hoffnung nahm. Fotografien, um die Trauer zu überwinden, Würde zurück zu erlangen, um die fragile Existenz zu kitten, um Durchzuatmen. Um zu verhindern, dass das Leben sich düsterem Gesang hingibt und Angst Die Schritte

Widerstand in Bildern, Lectures und Performances

  „Augenblick verweile“ Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt zeigten auf dem Art in Resistance-Wochenende eindrucksvolle Arbeiten – Ausstellungen, Lectures, Installationen und Performances – die auch zum Austausch, Mitmachen und Diskutieren einluden. Vielfältige, kritische Arbeiten, die kaum bekannte Einblicke bieten-, Themen beleuchten- und starre Urteile entschärfen sollten. Doch obwohl einige Ausstellungen auch über das Wochenende hinaus

A Godfather of Graffiti: Don Karl

  Der Münchner Don Karl, 46, ist Graffiti Künstler und sorgt dafür, dass die Street-Art Szene auf der ganzen Welt zusammenwächst.  Zusammen mit Basma Hamdy stellte er das Buch „Walls of Freedom“ vor, in dem die Ägyptische Revolution anhand von Street-Art nachverfolgt werden kann. Zur Zeit lebt Don Karl aka Stone in Berlin, wo er

Cameras Against the War

  Im Rahmen des Art in Resistance präsentiert Arkadi Zaides aus Israel seine Performance „Archive“. Über das aktuelle Projekt, Ausdruck des Körpers und Widerstand durch die Kunst spricht er mit uns im Interview. Seit knapp zehn Jahren beschäftigt er sich in seinen Arbeiten mit dem Konflikt zwischen Israel und Palästina. Zusammen mit der NGO B‘Tselem (The Israel Information Center

Außerirdische Wale

Die PROLETENPASSION 2015 FF. denkt den Protest-Begriff neu, indem sie ihm einen neuen musikalischen Ausdruck verschafft. Es lohnt also vielleicht den Blick, wer die beiden Musiker Eva Jantschisch und Knarf Rellöm sind, die sich um die Neubearbeitung des Stoffs der „Schmetterlinge“ von 1977 gekümmert haben.    EVA JANTSCHITSCH  „Rettet die